Wie sinnvoll sind Sammlermünzen?

4 Wochen ago Presse Abteilung 0

Ab und zu landen Flyer von Münzanbietern in die Haushalte. Münzen aus Gold, Silber Palladium oder Platin werden zu vorgeblich günstigen Preisen angeboten. In der Regel wird auch mit ansehnlichen Wertsteigerungen geworben. Allerdings dabei ist nicht alles Gold, was glänzt.

Begehrte Sammlerstücke in streng limitierter Auflage sollen begeisterte Käufer finden. Spezialisierte Handelshäuser, die meist den Begriff „Münze“ im Namen führen, stellen es so dar, dass sie besonders wertvolle Sammlerstücke mit enormen Wertsteigerungschancen offerieren. Geringe Auflagen werden als Vorteil verkauft, da hierdurch Seltenheit suggeriert wird. Was selten ist, ist automatisch wertvoll, oder etwa nicht?

Nun, darüber mag man bedenkenlos streiten, ob seltene Goldmünzen wahrhaftig wertvoller sind, als gängige Anlegermünzen wie zum Beispiel der Krügerrand. Am einfachsten lässt sich das zu dem Moment feststellen, sobald man die Münzen wieder zu Geld machen möchte. Bietet man diese Münzen bei einem Goldhändler oder einer Bank an, wird dem Motiv keinerlei Zuwendung geschenkt. Es werden ausschließlich der Goldgehalt und das Gewicht festgestellt und zum Altgoldtarif abgerechnet. Bei solchen Anlaufstellen wird die Seltenheit somit nicht gewürdigt, denn das Gold wird mit dem weiteren angekauften Altgold eingeschmolzen.

Sammler zahlen eventuell mehr

Das mit den Sammlern ist so eine Sache. Jene sogenannten kleinen Auflagen sind oft gar nicht so gering. Sicherlich wird es Einige geben, die sich solche Sammlerstücke anschaffen. Doch diese haben selbstverständlich die Möglichkeit, die kompletten Sätze solcher Münzen zu erwerben. Warum sollten sie also über den Zweitmarkt gehen? Der einzige vorstellbare Grund wäre, diese Münzen günstiger von einem Dritten zu ergattern als im Abo. Aber dann wäre das Argument von der Wertsteigerung nur ein Märchen.

Der Schein trügt

Oftmals ist es auch enttäuschend, wie groß die Münzen oder Medaillen wirklich sind. Meist sind die Münzen ausgesprochen klein. Oft findet man nicht einmal das Gewicht im Angebot, weil es gut versteckt wurde. Mit der normalen Post kommt dann eine Münze, die man sich mit der Lupe ansehen muss, die nur 1 – 3 Gramm wiegt und kaum als Münze ernstgenommen werden kann. Oder noch spannender, es werden Sets gängiger Goldmünzen angeboten, die man einzeln im regulären Handel für weniger als die Hälfte des Preises kaufen könnte, nur weil sie in einer speziellen Münzkassette liegen und ein Booklet beigelegt wird. Booklet und Kassette kosten damit mehr als die Goldmünzen zusammen?

Meist wird ein Anreiz gegeben, der das Gefühl erzeugen soll, z. B. eine Münze zu einem besonders günstigen Preis erhalten zu können. Anzeigen, in denen eine Münze mit Bild dargestellt wird, die zu einem Spottpreis angeboten wird, stehen an der Tagesordnung. Dabei wird ein Kaufpreis unter dem vermeintlich regulären, oft durchgestrichenen Preis dargestellt, der nur halb so hoch ist oder noch geringer. Allerdings ist nicht nachvollziehbar, wie der durchgestrichene, reguläre Preis entsteht und ob dieser überhaupt gerechtfertigt ist. Die Methode erinnert an die Ausverkäufe in Modehäusern zum Sommer- oder Winterschlussverkauf.

Order zur Ansicht?

Spannend wird es, sobald nach diesen Käufen unversehens überraschend „Exemplare zur Ansicht“ zugestellt werden. Diese „Exemplare zur Ansicht“ müssen bei „Nichtgefallen“ innerhalb bestimmter Fristen zurückgeschickt werden. Andernfalls geht man ein Abonnement ein. Der Einstieg wird hier durch den niedrigen Einstiegspreis verlockend gestaltet. Doch wird nicht oder nur schwierig ersichtlich, wie viele Münzen zu der angekündigten Serie gehören werden und was diese insgesamt kosten.

Ähnlich ist es bei Bestellungen. Wird ein vermeintlich günstiges Teil geordert, geht man im Regelfall ein Abonnement ein und erhält dann regelmäßig Stücke aus dieser Serie zugeschickt. Diese sind dann natürlich nicht mehr so billig, wie der Erstkauf. Auch wenn diese Münzen aus Edelmetallen bestehen, sind diese vergleichsweise teuer, da sie in sehr geringen Auflagen produziert werden und dadurch schon weit kostenintensiver in der Anfertigung sind, als klassische Anlagemünzen wie Krügerrand, Maple Leaf usw.

Wertsteigerungsversprechen beziehen sich fast nie auf das Stück

Diesen Sammlermünzen werden in der Regel hohe Wertsteigerungspotenziale seitens des Anbieters in Aussicht gestellt. Oftmals findet man in den beigelegten Flyern Charts mit Wertentwicklungen. Teilweise ist allerdings schwer nachzuvollziehen, wie diese Wertentwicklungen zustande kommen und um welche Wertentwicklung es hier genau geht. Regelmäßig geht es dabei alleinig um die Wertentwicklung des Edelmetalls, sprich Gold, Silber, Platin etc.. Sammlermünzen können natürlich Wertsteigerungen erfahren. Bei Sammlerstücken hat man stets die Herausforderung der Regelung des Wiederverkaufs. Es gibt gewissermaßen keinen Markt. Wenn man sich Gold-Sammlermünzen kauft, kann man diese meist nur an andere Sammler verkaufen. Findet man keinen Sammler werden diese Münzen nach dem reinen Materialwert bewertet. Sind die Münzen aus Feingold, ist das leicht. Sind diese jedoch kein Feingold, sind diese bestenfalls als Altgold verkäuflich.

Minusgeschäft beim Verkauf wahrscheinlich

Umso härter trifft es den Sammler, wenn er einmal in eine finanzielle Zwangslage gerät und sich deshalb von seiner heiß geliebten Sammlung vollständig oder teilweise trennen muss. Es war nicht selten mühevoll, die Sammlung vollständig zu machen. Und nun soll oder – viel schlimmer – muss die Sammlung wiederveräußert werden. Das trifft den Sammler oft mehrfach. Denn er muss sich von seinen geliebten Stücken trennen und diese in der Regel sogar unter Wert verkaufen, denn unter Zeitdruck ist es selten machbar, einen anderen Menschen zu finden, der bereit ist den hohen Liebhaberpreis zu zahlen. Im Gegenteil: Wenn man unter Druck etwas dringend verkaufen muss, erzielt man kaum einen zufriedenstellenden Preis.

Sinnvolleres Investment: Anlagemünzen oder Barren

Eine Alternative sind Goldmünzen. Hier unterscheidet man zwischen Anlagemünzen und Umlaufgoldmünzen, die ursprünglich in hohen Auflagen dafür hergestellt wurden und tatsächlich als Zahlungsmittel fungieren. Unter den Anlagemünzen unterscheidet man Münzen mit jährlich gleichbleibenden Motiven (z.B. Krügerrand, Wiener Philharmoniker, Maple-Leaf, American Eagle oder American Buffalo) und Anlagemünzen mit jährlich wechselnden Motiven (z.B. Australian Nugget, Australian Känguru, Goldene Lunar-Serie oder Panda Goldmünze aus China). Diese werden neben dem Goldinvestment gern auch als Sammlerstücke gekauft. Die Prägekostenaufschläge sind bei Münzen im Vergleich zu Barren höher und daher sind die Münzen im Verhältnis zum Materialwert etwas teurer.

Bei einem reinen Goldinvestment empfiehlt es sich also, möglichst große Barren zu erwerben, um die anfallenden Prägekostenkosten so niedrig wie möglich zu halten. Falls nicht genug Kapital für die größte Barrengröße zur Verfügung steht oder mit gleichbleibenden Sparraten investiert werden soll, müsste auf kleinere Barrengrößen zurückgegriffen werden. Das erhöht jedoch wieder den Kostenanteil.

Die PIM GOLD und Scheideanstalt GmbH mit CEO Mesut Pazarci, aus Heusenstamm nahe der Finanzmetropole Frankfurt am Main ermöglicht den physischen Kauf der Edelmetalle Gold, Silber, Platin und Palladium. Auf diese Weise können die Chancen unterschiedlicher Edelmetalle miteinander vereint werden. Die kostengünstige Lagerung im Zollfreilager versetzt die PIM-Kunden in die komfortable Lage, jederzeit ihre Edelmetalle physisch abzuholen und mit nach Hause zu nehmen. Mehr Sicherheit geht nicht.