Verzinsung der Lebensversicherung im Spiegel der Mainstreammedien

4 Wochen ago Presse Abteilung 0

Die Berichterstattung im Zusammenhang auf Geldwertanlagen und insbesondere Lebensversicherung in den Mainstreammedien zu verfolgen, ist ziemlich fesselnd. Im Verlauf einer Zeitphase wird die Lebensversicherung als Altersvorsorgeprodukt niedergemacht, darauffolgend wiederum über den grünen Klee gelobt. Als Konsument hat dadurch Probleme, sich eine fundierte Meinung zu bilden.

Am aufregendsten ist es, sowie es hilfreiche Ratschläge zur Lebensversicherung zu lesen gibt. Niemand stellt das Konzept Lebensversicherung infrage. Es wird völlig anstandslos davon ausgegangen, dass die Lebensversicherung noch immer, wie vor 40 Jahren, eine bedeutende Säule der Altersvorsorge wäre. Dabei ist es doch genau das, was die Lebensversicherung angesichts ihrer Konzeption und des Geldwertfundaments überhaupt nicht imstande ist, zu vollbringen.

Die Lebensversicherung realisiert sichere Erträge, soviel steht fest. Mittels Vertrag wird eine Garantieverzinsung festgesetzt und auf diese kann sich der Vertragsinhaber verlassen. Doch was wird überhaupt verzinst? Wird denn verzinst, was eingezahlt wird? Man würde schätzen, dass dem so wäre und die meisten Versicherten gehen auch davon aus, sonst hätten sie möglicherweise gar nicht unterschrieben.

Verzinst wird nur ein Teilbetrag

Was verzinst wird, ist nur der Sparanteil. In diesem Fall sollte man wissen, dass sich die zu zahlenden Beiträge aufteilen in Verwaltungs-, Risiko- und Sparanteil. Der Sparanteil ist der Anteil des Kapitals, welcher verzinst wird. Dieser verzinste Sparanteil baut die Leistung im Erlebensfall der Versicherung auf, das sogenannte Deckungskapital. Mit dem Risikoanteil wird der Versicherungspart beglichen. Das können Leistungen im Todesfall, Beitragsfreistellung oder Rente bei Berufsunfähigkeit oder weitere Leistungen sein. Der Risikoanteil wird durchgehend verbraucht und spielt folglich für die Kapitalbildung kaum eine Rolle. Kosten wie etwa die Abschlusskosten für die Begleichung der Courtage oder die laufenden Verwaltungskosten werden durch den Kostenanteil abgedeckt. Die Höhe des Kostenanteils ist zu Vertragsbeginn, wenn die Courtage als Negativsaldo in das Versicherungskonto eingebucht wird, am höchsten und nimmt nach Begleichung der Vermittlungskosten ab, bis allein noch die Verwaltungsspesen den Beitrag schmälern. Der Anteil der Verwaltungskosten ist je nach Anbieter verschiedenartig hoch und bewegt sich zwischen ca. 0,8 und ca. 10 Prozent. Dies ist eine beachtliche Spanne.

Jedoch wie hoch sind die Anteile für Risiko und Kosten präzise? Im Beratungsalltag sind für derartige Fragen kaum Platz. Wenn man sich vor Augen führt, dass es einen erheblichen Unterschied machen kann, ob man für Risiko und Kosten knapp 40 Prozent oder weniger als 10 Prozent des Monatsbeitrages begleichen könnte, fragt man sich, aus welchem Grund dies nicht zum Thema gemacht wird. Stattdessen wird die Angst vor der Altersarmut bedient und nach geleisteter Unterschrift versichert, dass man sich bei der Produktwahl richtig entschieden habe.

In den Medien stellt man einen Vergleich an über die Verzinsung der Lebensversicherung mit der eines Sparbuches und kommt zu dem Schluss, dass die Rendite der Lebensversicherung „ordentlich“ sei. Aber ist das zutreffend? Mal unabhängig davon, dass man so eine langfristige Vertragsform wie die Lebensversicherung kaum mit einem Sparbuch mit 3-monatiger Kündigungsfrist gleichsetzen kann, ist selbst die Stellungnahme über die Rendite strittig. Ein Sparbuch hat keine Unkosten, die Lebensversicherung schon. Bis zu 3 Jahresbeiträge werden für die Zahlung der Vermittlungsgebühr erst einmal ins Minus gebucht. Das heißt, dass in den ersten und entscheidendsten Jahren ebendiese Kosten abgetragen werden und nur äußerst wenig Guthaben aufgebaut wird, welches verzinst werden könnte. Und anschließend? Von 100 Euro, die auf ein Sparbuch eingezahlt werden, werden 100 Euro verzinst. Von 100 Euro Prämie, die in eine Lebensversicherung gezahlt werden, werden nur 60 – 90 Prozent verzinst. Im Übrigen ob es 60 oder 90 Prozent sind, ist zumeist Glücksache, welcher Anbieter einem gegenübersitzt.

Sparbuch schlägt Lebensversicherung

Ein Sparbuch mit beispielsweise 0,5 Prozent Verzinsung, auf das monatlich 100 Euro eingezahlt werden, hat nach 10 Jahren ein Guthaben in Höhe von 12.306,87 Euro. Hat man Glück und findet einen Anbieter mit nur 20 Prozent Risiko-/Kostenquote, müsste der Versicherungsvertrag einen Zinssatz von 4,852 Prozent haben, um mit dem Sparkonto mitzuhalten. Und dies nur, wenn keine Vermittlungsgebühr gezahlt würde. Wenn man selbige mitberücksichtigen würde, bräuchte die Versicherung tatsächlich 16,921 Prozent, um mit dem Sparkonto Schritt halten zu können. Die Aussage, eine Lebensversicherung hätte im Vergleich zum Sparbuch eine attraktive Rendite, ist im besten Fall verwegen. Und was ist mit den vielen Versicherten, die monatlich einen größeren Teilbetrag an Kosten- und Risikoprämie in den Wind schießen?

Aber kalkulieren wir noch einmal mit mehr Zeit bei gleicher Ausgangsstellung. Auf das Sparkonto mit 0,5 Prozent Zinsen fließen monatlich 100 Euro, wie zuvor. Nach 30 Jahren läge das Guthaben bei 38.840,93 Euro. Die Lebensversicherung bräuchte einen garantierten Zinssatz von 2,85 Prozent, um gleichzuziehen. Bei einer Risiko-/Kostenquote von nur 10 Prozent benötigte die Lebensversicherung einen garantierten Zinssatz von 2,046 Prozent. Der garantierte Zinssatz der Lebensversicherung liegt hingegen seit 2012 bei 1,75 Prozent, seit 2017 bei nur 0,9 Prozent. Die Jahre, an denen der Garantiezins bei 4 Prozent lag, sind längst passé. Das war von 1994 bis 1999. Aber zu dieser Zeit lagen sonstige festverzinsliche Angebote wesentlich höher als 4 Prozent. Die gesamte Verzinsung, welche sich aus Garantieverzinsung und Überschussbeteiligung zum Ende der Sparphase zusammensetzt, lag 2018 im Durchschnittswert noch bei 2,4 Prozent. Sogar diese Verzinsung würde das Sparbuch mit 0,5 Prozent Verzinsung nicht schlagen.

Ältere Lebensversicherungen, die in den Jahren vor 2005 abgeschlossen wurden, umfassen noch hohe Zinsgarantien von bis zu 4 Prozent jährlich. In diesen Jahren befand sich auch die Gesamtverzinsung manchmal über 7 Prozent. Natürlich lässt sich eine bessere festverzinsliche Geldanlage zurzeit kaum finden. Doch Zinsen sind ja keineswegs alles. Kosten sind ein erheblicher, ertragsmindernder Faktor. Weswegen liest man darüber nichts?

Hauptanliegen bleibt im Verborgenen

Das essenzielle Problem der Lebensversicherung liegt überhaupt keinesfalls in der Verzinsung, den Kosten oder der Risikoprämie. Lebensversicherungen sind Geldwerte und als solche überhaupt nicht sinnvoll für eine langfristige Vorsorge, denn Geldwerte werden durch die Preissteigerung aufgezehrt. Das statistische Bundesamt weist für 2018 eine durchschnittliche Preissteigerungsrate von 1,8 Prozent aus. Das sagt aus, dass die Preise Produkte des statistischen Warenkorbes, der zur Feststellung der Inflationsrate festgelegt wurde, um 1,8 Prozent angestiegen sind.

Das Problem mit der offiziellen Inflationsrate ist, dass diese nicht für jeden Haushalt anwendbar ist. Der Warenkorb ist für jeden Haushalt voneinander abweichend. Demgemäß wirken sich Preissteigerungen verschiedener Produkte und die Häufigkeit des Kaufes dieser entsprechend individuell aus.

Dazu kommt, dass die Schuld-Geldsysteme alle ein Ablaufdatum haben. Wenn sich die Währung auflöst, lösen sich Geldwertanlagen ebenfalls auf. In der Geschichte gab es dafür eine Menge Belege.

Substanzsicherung mit Edelmetallen

Der einzige effektive Weg, Vermögen verlässlich zu speichern, kann einzig über Sachwerte möglich sein, die von der Inflation nicht betroffen sind. Edelmetalle beispielsweise, speziell Gold sind perfekte Vermögensspeicher und das bereits über Jahrtausende.

Im alten Rom kostete zum Beispiel eine gute Robe eine Unze Gold. Ein Maßanzug kostet heute ebenfalls eine Unze Gold. Das Modell T von Ford kostete 1908 850 USD, folglich 1.300 Gramm Gold. Ein guter Mittelklassewagen kostet heute ca. 55.000 Euro, somit in etwa 1.300 Gramm Gold. Mittels solcher Beispiele kann eindrücklich belegt werden, wie zuverlässig Gold als Vermögensspeicher arbeitet. Man könnte noch zahlreiche andere Beispiele dazu finden.

Ein Beispiel aus der Lebensversicherungspraxis kann den Gegensatz demonstrieren. Jede beliebige Lebensversicherung, mit einer Laufzeit von etwa 30 Jahren, hat den Effekt, dass zum Zeitpunkt des Abschlusses die Ablaufleistung sehr hoch erscheint. Abschließend soll dieses Produkt als private Zusatzvorsorge zur Alterssicherung dienen. Jedoch dreht sich dies innerhalb von 30 Jahren vollkommen. Die Ablaufleistung reicht dann nicht selten nicht einmal in Grundzügen aus, um ein tatsächlicher Zuschuss für das Alter zu sein, denn Löhne und Preise haben 30 Jahre Inflation durchlebt. Hatte man bei Abschluss noch den Eindruck, das Geld würde für ein schönes Haus reichen, bekommt man bei Ablauf mit etwas Glück gerade noch einen Kleinwagen.

Werthaltige Güter behalten ihren Wert. Die Vorstellung, dass diese wertvoller werden, ist nur bedingtzutreffend. In Wahrheit verliert das Geld stetig an Kaufkraft. Wenn die Kaufkraft des Geldes nachlässt, ist das gleichbedeutend damit, dass die Preise steigen. Daraus entsteht die Anschauung, dass Sachwerte ständig teurer werden, dass z. B. Immobilien eine Wertsteigerung erfahren. Doch tatsächlich muss man durch den Kaufkraftverlust immer mehr Geld aufwenden, um werthaltige Sachwerte wie Immobilien, Gold, Rohstoffe etc. zu kaufen.

Eine langfristige Vorsorge auf Anlagen aufzubauen, die von der Entwicklung des Geldes anhängig sind, ist somit eine leichtfertige Sache. Sinnvoller wäre es, sich auf Anlagen zu konzentrieren, die gegenüber der Geldwertentwicklung resistent sind. Hier sind besonders Edelmetalle eine gute Wahl. Insbesondere Gold hat sich seit Jahrtausenden als solider Wertspeicher etabliert und wird das auch in Zukunft leisten. Gold ist ein begrenzter Rohstoff und eignet sich sehr gut zur Vorsorge. Jedes Portfolio sollte Edelmetalle enthalten. In diesem Fall waren die Experten sich darüber einig, dass 10 – 20 Prozent des kompletten Vermögens in Edelmetallen investiert sein sollten. Zwischenzeitlich sind viele dieser Profis der Ansicht, dass der Edelmetallanteil tatsächlich höher liegen darf. Wer ein Drittel seines Vermögens in Edelmetalle investiert, kann damit nichts falsch machen.

Die PIM GOLD GmbH mit Geschäftsführer Mesut Pazarci, aus Heusenstamm in Hessen bietet den Kauf der physischer Edelmetalle Gold, Silber, Platin und Palladium. Hiermit können die Chancen unterschiedlicher Edelmetalle kombiniert werden. Die Lagerung im Zollfreilager versetzt die PIM-Kunden in die komfortable Lage, jederzeit ihre Edelmetalle in physischer Form abzuholen und mit nach Hause zu nehmen. Mehr Sicherheit ist nicht möglich.

Bildrechte: Bernd Liebl, Magdeburg