Hin und wieder ist es sinnvoller, auf Prämien zu verzichten

3 Wochen ago Presse Abteilung 0

Alle freuen sich, wenn sie ein Schnäppchen machen. Dieses Verhalten ist merklich ausgeprägt und wird gnadenlos in der Werbung bedient. Es geht selbst so weit, dass bei einer Werbung „Sonderangebot“ oder „Schnäppchen“ geradewegs gekauft wird, ohne das Schnäppchen zu untersuchen. Das Überlegen setzt einfach aus und nimmt die Werbung als Wahrhaftigkeit an, sogar sofern das vermeintliche „Schnäppchen“ sichtlich teurer ist.

Es wurde jüngst ein Experiment durchgeführt. Eine große Werbetafel versprach ein fantastisches Sonderangebot: „Kauf 2, zahl nur 3!“ Was ist dann passiert? Viele kauften zwei Produkte zum Preis von dreien und waren begeistert über das tolle Angebot. Als sie späterhin zur Rede gestellt wurden, sah man zahlreiche erstaunte Gesichter.

Das Geschäft mit den Zugaben floriert ebenso. Erwirbt man etwas, gibt es etwas dazu oder sogar Geld zurück (Cashback). Besonders letzteres ist eine der krassesten Möglichkeiten der Manipulation in der Werbung. Was für einen Sinn ergibt es, Geld für irgendwas auszugeben und sich dann zu freuen, dass es Geld zurückgibt? Aber offenbar funktioniert das viel besser, als das Erzeugnis von vornherein günstiger anzubieten. Bekommt man etwas dazu, ist das Angebot gleich weit attraktiver.

In der Finanzbranche ist das schwieriger. Häufig sind die Angebote nicht greifbar. Man muss allerhand Fantasie aufbringen, um zu verstehen, wie die Angebote arbeiten. Die meisten Produkte füllen überwiegend die Taschen der Anbieter und lassen den Kunden, der brav sein Geld investiert, zu kurz kommen. Dennoch funktioniert der Markt bestens. Auch hier ist das Marketing sehr gut durchdacht. Außerordentlich ansprechend klingt das Argument „der Staat gibt etwas dazu“.

Zweifach subventioniert, Bausparen

Bausparen ist der Klassiker, sobald es um die Streuung verfälschter Tatsachen geht. „Sie können damit später bauen“ – das klingt ausnahmslos gut. Doch das ist keineswegs immer so, denn bauen kann nur, wer entsprechend verdient und sich einen Kredit leisten kann. Ein Bausparvertrag kann doppelt gefördert werden. Es gibt die Wohnungsbauprämie und die Arbeitnehmersparzulage. Die eine Prämie erhält man über das vermögenswirksame Sparen und die andere, sofern man selbst auf den Bausparvertrag Geld einzahlt. Hauptargumente beim Vertrieb von Bausparverträgen: Du bekommst doppelte Förderung und kannst zu einem späteren Zeitpunkt mit dem Vertrag ein Haus bauen. So etwas funktioniert hervorragend. Wer hätte nicht gern ein eigenes Haus? Jedoch sei die Fragestellung legitim, ob sich jeder ein so großes Projekt leisten kann? Wer ein Haus finanziert, weiß, dass das ohne hohe Finanzierungsraten kaum möglich ist. Hohe Kreditraten kann sich allein jemand leisten, der ein höheres Einkommen besitzt als ein Geringverdiener. Wer aber mehr Geld verdient als ein Geringverdiener, verdient zu viel, um die beiden Subventionen auf seinem Bausparvertrag zu beziehen. Wer die Prämien bekommt, verdient kaum ausreichend für eine Hausfinanzierung.

Darüber hinaus ist die Finanzierungsvariante mit der geringsten monatlichen Belastung, eine Variante ohne Bausparvertrag. Die Integration eines Bausparvertrages verteuert jede Finanzierung. Der einzige Grund, warum Baufinanzierungen über Bausparverträge gestaltet werden, liegt an der liberaleren Bonitätsbetrachtung der Bausparkassen. Wenn die Bank ablehnt (und das geschieht immer aus gutem Grund), ist das für einen kreativen Bausparkassenvertreter noch lange kein Grund, das Projekt aufzugeben und eine Variante mit Bausparen zu zimmern. Allerdings funktioniert sie in den seltensten Fällen ohne den berühmten Lottogewinn, die Erbschaft oder einen neuen, besser bezahlten Job.

Der Kniff ist ein ganz einfacher: Bei Finanzierungen mit Hilfe von Bausparverträgen ist es gängige Praxis, sich Mittel von der hauseigenen Hypothekenbank zu verschaffen und gleichzeitig Bausparverträge in gleicher Summe abzuschließen. Diese sollen das Bankdarlehen später ablösen. Damit das funktioniert, muss je nach Bauspartarif ein Guthaben in Höhe von meist 40 Prozent – 50 Prozent der Bausparsumme aufgebaut werden, bis das Bankdarlehen zur Ablösung fällig wird. Verständlicherweise müssten die Sparraten entsprechend hoch sein, damit das funktioniert. Die Bausparkasse setzt allerdings gern, um eine geringere monatliche Rate darzustellen, einen geringeren Sparbetrag an, oft den Mindestsparbetrag. Dem Kunden wird – wenn überhaupt – nur mitgeteilt, man dürfe auch zwischendurch mal größere Summen, um das auszugleichen. Jedoch, wer tut das denn, wenn er sowieso viel zu wenig verdient und sich die Finanzierung im Prinzip gar nicht leisten kann? Realitätsverweigerung ist eine Folge und das dicke Ende kommt dann zum Schluss. Wer einkommensmäßig die Prämien bekommt, sollte tunlichst Mieter bleiben.

Prämien und Steuervorteile in der Lebensversicherung

Die heutigen förderfähigen Produkte der Lebensversicherungsbranche führen bekannte Namen und heißen Riester und Rürup. Während Vater Staat vorrangig nach Lösungen für die Entlastung der geplagten gesetzlichen Rentenversicherung sucht und hiermit durchaus geeignete Ideen hervorbringt, ist das, was daraufhin in Zusammenarbeit mit den Produktanbietern zusammengezimmert wurde, alles andere als sinnvoll.

Der Fortfall der Steuerbegünstigung der Lebensversicherung in 2005 ließ das Neugeschäft einbrechen. Ohne Neugeschäft sind die Leistungsversprechen der existierenden Verträge nicht erfüllbar. Ohne Ersatz drohte der Niedergang einer gesamten Branche. Riester und Rürup schafften diesen Ausgleich problemlos.

Seitdem sind diese Produkte aber auch Zielscheiben der Kritik. Die seriöse Wirtschaftspresse klärt regelmäßig darüber auf, wie diese Angebote wahrhaft funktionieren. Rentenversicherungen werden auf das Versprechen kalkuliert, dem Versicherten lebenslang eine festgelegte Rente zu bezahlen. In der Versicherungsmathematik werden hier sogenannte Sterbetafeln benutzt, aus denen die durchschnittliche Lebenserwartung der Menschen ablesbar ist. Dabei wird ein Schnitt gebildet. Menschen verschiedener Berufe oder sozialer Herkunft haben eine unterschiedliche Lebenserwartung. So leben z. B. Menschen mit größeren Einkommen statistisch gesehen ein paar Jahre länger als Menschen gleichen Alters mit geringen Einkommen. Etwa 44 Prozent der Kunden, die eine Riester-Rente besitzen, verdienen nur bis 20.000 Euro im Jahr, sind daher Geringverdiener (mit entsprechender Lebenserwartung, die im Mittelwert 7-10 Jahre minder ist als die der Einkommensstärkeren). Die Versicherer gehen bei ihren Kalkulationen stets vom für den Versicherer ungünstigsten Fall aus, also von sehr langen Lebensspannen von 98 Jahren und mehr, demzufolge mehr als 10 Jahre mehr als es über die amtliche Statistik untermauert wird.

Dadurch verringert sich die zu erwartende monatliche Rente, denn das Geld muss bis zum Alter von 98 Jahren reichen. Stirbt der Versicherte vor Erreichung des 98. Lebensjahres, fällt das restliche Vermögen des Vertrages als so genannter Risikoüberschuss in den Rücklagentopf der Versicherer. Aus diesen Rücklagen werden dann Verträge quersubventioniert, deren Versicherte länger als 98 Jahre leben. Man muss kein Genie sein, um sich vorstellen zu können, dass es viel mehr Menschen geben wird, die vor dem 98. Lebensjahr von uns gehen als die, die es überleben. Somit wird der Rücklagentopf immer gut gefüllt bleiben. Dass die Versicherung 25 Prozent der Risikoüberschüsse behalten darf, ist ein nachvollziehbares Motiv für diese Verfahrensweise. Je mehr in den Risikoüberschüssen landet, umso mehr hat der der Versicherer davon. Und weshalb wohl ist die Riester-Rente kaum kapitalisierbar, nicht übertragbar und nicht vererbbar?

Rein rechnerisch dauert es dank der Kalkulation und der vollen Versteuerung der Rente rund 20 Jahre, bis das selbst eingezahlte Geld in Form der Rente aufgebraucht wurde und die staatlichen Zuschüsse zur Auszahlung kommen, so die Angaben der Deutschen Aktuarvereinigung e.V.. Man müsste also wenigstens 87 Jahre alt werden, bevor man in den Genuss der staatlichen Prämien käme. Wie soll man also die Begründung der vielen Banker und Versicherungsvermittler deuten, die tag für Tag Menschen mit der scheinbar so attraktiven staatlichen Förderung in die Riester-Rente hinein locken?

Zielführende Lösung: Sachwerte, ungefördert aber werthaltig

Jeder Experte empfiehlt, einen Anteil des eigenen Ersparten in Edelmetalle zu investieren. Richtwert sind 20 bis 30 Prozent des Vermögens, andererseits schadet es nicht, den Anteil etwas großzügiger zu gestalten. Gold ist dabei besonders beliebt und hat sich über Jahrtausende als nachhaltiger Wertspeicher bewährt.

Dass Gold kostspielig ist, sollte nicht wirklich als Nachteil empfunden werden. Im Gegenteil, denn der enorme Preisanstieg seit dem Jahr 2000 ist kein Beweis dafür, dass das Gold teuer ist. Es ist vielmehr ein Hinweis dafür, dass der Wertverfall der Währungen massiv vorangeschritten ist. Expansive Geldpolitik stellt eine Ursache für den enormen Preisanstieg dar. Die Nachfrage nach Gold ist sehr groß, was sich natürlich auch auf den Goldkurs auswirkt. Dadurch wird Gold für viele Menschen nicht erschwinglich. Aber ist das etwas Unvorteilhaftes?

Edelmetalle bewährten sich stets als geeignete Maßnahme, das Vermögen zu schützen und zu sichern. Edelmetalle sind werthaltige Rohstoffe, die losgelöst von Währungen und deren Entwicklungen einen stabilen Eigenwert besitzen. Edelmetalle sind eben echte Sachwerte.

Die PIM GOLD GmbH mit CEO Mesut Pazarci, aus Heusenstamm in Hessen ermöglicht den physischen Kauf der Edelmetalle Gold, Silber, Platin und Palladium. Hiermit können die Vorteile verschiedener Edelmetalle kombiniert werden. Die kostengünstige Lagerung im Zollfreilager versetzt die PIM-Kunden in die komfortable Lage, jederzeit ihre Edelmetalle physisch abzuholen und mit nach Hause zu nehmen. Mehr Sicherheit ist nicht möglich.