Generali Vertragsverkauf provoziert Diskussionen

10 Monaten ago Presse Abteilung 0

Ein kürzlich im sozialen Businessnetzwerk Xing veröffentlichter Beitrag von Dr. Peter Schwark, Mitglied der Geschäftsführung und mediales Sprachrohr des Gesamtverbandes der Deutschen Versicherungswirtschaft, sorgt für Bewegung in den Reihen der Versicherungsvermittler, die sich emsig an der Diskussion um das angesprochene Thema beteiligen. Die überwiegende Mehrheit betrachtet den Verkauf von Beständen kritisch.

Das Modell Lebensversicherung scheint am Ende. So lange genug Neugeschäft vermittelt wurde, war die Welt für die Anbieter in bester Ordnung. Doch das ist schon lange her. Heute steht die deutsche Lebensversicherung unter keinem guten Stern. Zu viele Versicherte haben schlechte Erfahrungen gemacht, zu viele Verträge erfüllten nicht die Erwartungen der Vertragsinhaber.

Um rentabel arbeiten zu können, sind Anbieter der Lebensversicherungsbranche vom Neugeschäft abhängig. Diese Verträge sind bei den meisten Anbietern mit recht hohen Kosten behaftet. Diese Gebühren werden für die Vergütung des Vertriebs, die Vertragsverwaltung und natürlich für den Unterhalt der Immobilien benötigt, in denen die Angestellten ihrer Arbeit nachgehen. Hohe Kosten verschlingt aber auch die Verwaltung der Verträge, denn eine Lebensversicherung ist kein klassisches Sparprodukt. Die Verwaltung normaler Sparverträge ist einfach. Wieviel wird eingezahlt, welche Laufzeit hat der Vertrag, welche Zinsgutschriften drauf und wie hoch ist das Guthaben zum Schluss? Das kann jeder mit einem Taschenrechner in wenigen Minuten selbst ausrechnen. Bei einer Versicherung ist das etwas anders.

Eine Lebensversicherung ist kein Sparvertrag. Es ist ein Versprechen der Versicherungsgesellschaft, ab der ersten geleisteten Prämie eine Leistung zur Verfügung zu stellen, die sowohl im Todes- als auch im Erlebensfall gezahlt würde. Diese Versicherungsleistung hat einen Preis, der gewöhnlich über die gesamte Laufzeit aufgeteilt wird, die sogenannte Versicherungsprämie. Und diese Prämie gilt dafür, dass die zugesicherte Leistung garantiert zum vereinbarten Zeitpunkt ausgezahlt wird, bei Tod zum Todeszeitpunkt und im Erlebensfall zum festgelegten Termin. Dieses Versprechen ist verbindlich. Daher heißt die Kündigung durch den Kunden ja auch Rückkauf. Denn der Anbieter kauft mit der Kündigung durch den Kunden sein Versicherungsversprechen zurück. Und das macht er natürlich nicht umsonst, sondern zu einem entsprechend geringeren Wert. Ein Autohändler, bei dem man einen Neuwagen gekauft hat, kauft diesen schließlich auch nicht zum gleichen Preis zurück. Vertrag ist Vertrag und Vertrag kommt von Vertragen, sprich, sich an die Vertragsbedingungen zu halten.

Das wichtigste Argument, um neue Kunden für Verträge wie Lebensversicherungen zu gewinnen, ist natürlich die Sicherheit. Die die Sicherung des Alters muss sicher sein! Und wenn man den Verband der Lebensversicherer (GDV) dazu interviewt, steht die Lebensversicherungsbranche so gut da, wie nie. Selbst die Bankenkrise 2008 hätte die Anbieter nicht tangiert. Schließlich sei eine Bankenkrise keine Versicherungskrise. Jedoch ist das in Wirklichkeit nur Fassade. Tatsächlich sieht es ganz anders aus. Die Lebensversicherer investieren die Kundengelder zu einem hohen Anteil in festverzinsliche Wertpapiere, meist Staatsanleihen. Bei Staatsanleihen kann man zwei Trends beobachten. Erstens ist das Zinsniveau seit Jahren im Keller. Das sorgt dafür, dass die meisten Lebensversicherer es nicht mehr schaffen, genug Ertrag zu erzielen, um ihre Versicherungsversprechen einzuhalten. Dass das so ist, kann man daran erkennen, dass der Garantiezins ab dem 01.01.2017 bei 0,9% liegen wird. Da sollte man mal drüber nachdenken. Zweitens sind Staatsanleihen seit der Rettung von Griechenland und Irland vor dem Bankrott und dem milliardenschweren Anleihenankaufprogramm der Europäischen Zentralbank offensichtlich nicht so sicher, wie es immer behauptet wird. Im Grunde ist das auch verständlich. Nahezu jedes EU-Land hat ähnliche Probleme. Die Länder sind überschuldet. Die Zinsen steigen exponentiell. Jedes Jahr werden mehr neue Schulden aufgenommen, um die Zinsen begleichen zu können. Was passiert, wenn ein Land gezwungen wird, einen großen Anteil der Staatspapiere auszubezahlen? Mit so einer Situation war kein Land jemals konfrontiert, denn fällig gewordene Staatsanleihen wurden immer gleich in neue Staatsanleihen getauscht. Geld floss keines. Und nun veräußert die Generali Lebensversicherung einen riesigen Altkundenbestand an eine Run-off-Gesellschaft. Deutet das auf eine heile Welt für die Gesellschaft hin?

Gesetzgeber soll Kunden schützen

Herr Dr. Schwark argumentiert mit strengen Vorgaben für den „Generali-Verkauf“, mit dem Schutz der Versicherten durch das Versicherungsaufsichtsrecht. Übrigens ist das das gleiche Versicherungsaufsichtsrecht, welches den Versicherern im Insolvenzfall Leistungskürzungen, Leistungsaussetzung trotz Beitragszahlungspflicht ermöglicht (§ 314 VAG, bis 2014 § 89 VAG a.F., ganz früher § 69 Abs. 2 VAG a.F.). Und er erwähnt die Rolle von Protektor, die Gesellschaft, die im Konkursfall einspringt und die Verträge übernimmt bzw. weiterführt. Das klingt in der Theorie recht beruhigend.

Aber was geschieht, wenn die Auffanggesellschaft der Lebensversicherer, Protektor an ihre Grenzen stößt? Was würde geschehen, wenn mehrere Anbieter notleidend werden und die Branche keine Reserven mehr hat. Wenn eine Insolvenzmasse veräußert wird, dann sind Staatspapiere die größte Position. Könnten diese Papiere liquidiert werden? Sollte dieser Fall eintreten, liegt der Verdacht nahe, dass die Regierung abhilft, so wie sie es mit den Banken getan hat.

Das Konzept Lebensversicherung scheint vor dem Ende zu stehen. Es ist nicht mehr zeitgemäß und nun reagieren die Gesellschaften mit Bestandsverkäufen. Die Generali ist nicht der erste Anbieter, der Verträge varkauft, und wird mit hoher Wahrscheinlichkeit nicht der letzte bleiben. Und Herr Dr. Schwark kann beschwichtigen, wie er möchte, wenn es der Branche gut gehen würde, gäbe es keine Bestandsverkäufe. Soviel sollte doch jedem klar sein.

Herr Dr. Schwark kokettiert in den Kommentaren auch mit Absehbarkeiten. Niemand hätte ahnen können, dass es langanhaltende Niedrigzinsphasen geben würde. ist das so? Hier wird ein systemisches Problem völlig außenvorgelassen, das Schuldgeldsystem. Jedes Geld entsteht aus Schulden und Schulden werden für Zinsen vergeben. Zinsen werden ebenfalls verzinst (Zinseszins) und die diesen Effekt beschreibende mathematische Funktion ist eine Exponentialfunktion, die immer gegen Unendlich geht. Jedes Schuldgeldsystem, welches am Ende seines Zyklus angelangt ist und unter den Zinslasten leidet, muss die Zinsen senken, sonst zerbricht es. Das aktuelle Geldsystem ist schon lange am Ende und wird wie ein Intensivpatient am Leben erhalten. Absehbarkeit? Natürlich!

Kündigungen vor Vertragsablauf überwiegen

Viele halten die lange Wartezeit bei ihren Lebensversicherungsverträgen nicht durch. Über 70% der abgeschlossenen Lebensversicherungen wurden vor Ablauf gekündigt oder still gelegt. Die meisten werden innerhalb der ersten 7 Laufzeitjahre gekündigt. Hauptursache dafür sind die unbefriedigenden Wertmitteilungen, die die Anbieter jedes Jahr an ihre Kunden schicken. Die hohen Abschluss- und laufenden Kosten gehen zu Lasten der Rendite. Die Mehrzahl der laufenden Verträge kommt in den ersten 15 Jahren nicht ins Plus. Welcher verantwortungsbewusste Anleger macht da lange mit?

Zwischenzeitlich hat die Rechtsprechung zahlreiche Urteile darüber gesprochen, was bei Abschluss einer Lebensversicherung in Ordnung war und was nicht. Daher gibt es spezialisierte Juristen, die unzufriedenen Versicherungsnehmern dazu verhelfen, ihre Verluste durch Widerruf oder Rückabwicklung ihrer Lebens- und Rentenversicherung wettzumachen. Auch hier wächst ein Problem für die Lebensversicherer, da sich immer mehr Menschen dafür entscheiden, ihre Verluste nicht hinzunehmen und den Rechtsweg zu beschreiten.

Eine sinnvolle Möglichkeit besteht darin, sich nicht auf so etwas Abstraktes wie Lebensversicherungen zu verlassen. Es gibt sinnvolle Alternativen wie zum Beispiel Edelmetalle. Edelmetalle sind begehrte Rohstoffe. Sie sind Sachwerte, die nie ihren Wert verlieren können. Edelmetalle sind inflations- und krisenresitent und besitzen weltweit Akzeptanz.

Die PIM Gold und Scheideanstalt GmbH mit Geschäftsführer Mesut Pazarci, aus Heusenstamm bietet den Kauf der physischer Edelmetalle Gold, Silber, Platin und Palladium an. Damit können die Vorteile verschiedener Edelmetalle miteinander vereint werden. Die Verwahrung im Zollfreilager ermöglicht es den Kunden der PIM, jederzeit ihre Edelmetalle in physischer Form abzuholen und mit nach Hause zu nehmen. Mehr Sicherheit ist nicht möglich.

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