Geldwerte vs. Sachwerte – wo muss gerechnet werden?

1 Monat ago Presse Abteilung 0

Prognosen sind Tagesgeschäft in der Finanzplanung. Wieviel zahlt man ein, wieviel kommt am Schluss heraus? Mit derartigen Fragen müssen sich aber nur Besitzer von Geldwertprodukten beschäftigen.

Wer über Geldwerte für das Alter vorsorgt, handelt leichtfertig, wenn er sich einfach auf irgendwelche Verträge verlässt. Geldwertanlagen sind direkt von der Entwicklung der Kaufkraft der Währung abhängig. Insofern ist es erforderlich, wichtige Faktoren bei der Planung einzubeziehen. Wenn man das nicht tut, könnte sich später herausstellen, dass die Vorsorge nicht ausreicht. Jedermann kann mit Hilfe eines Taschenrechners einen Richtwert dafür berechnen, wieviel er vorsorgen muss.

Wer sich jedoch bei der Vorsorge auf Sachwerte konzentriert, berücksichtigt einen der wichtigsten Faktoren unbewusst mit, denn Sachwerte sind von der Geldwertentwicklung abgekoppelt. Gemeint ist die Inflation. Sachwerte sind wertbeständig. Ihre Preise widerspiegeln die Geldwertentwicklung. Das bedeutet, wenn die Kaufkraft des Geldes sinkt, steigt der Preis der Sachwerte.

Geldwerte für die Vorsorge unbrauchbar

Entscheidet man sich trotzdem dafür, mit Geldwerten vorzusorgen, kommt man um Berechnungen nicht herum. Größter Feind der Vermögensplanung mit Geldwerten ist die Geldentwertung. Ebendiese ist direkt vom Zinsniveau abhängig. Steigen die Zinsen, steigt auch die Geldentwertung und umgedreht. In der Historie war es nicht möglich, mit Bausparen, Banksparen oder Lebensversicherung die Preissteigerung einzuholen oder zu kompensieren.

Und auch die Steuer darf nicht unterschlagen werden. Zinserträge sind steuerpflichtig. Die Aufgabe ist, dass bei der Vorsorge mit Geldwerten angesichts der Inflation dermaßen riesige Summe zusammenkommt, dass die Freibeträge für die Steuer schon äußerst früh ausgeschöpft sein werden. Überdies ist es sehr unrealistisch, eine so gewaltige Summe zu erwirtschaften. Die monatliche Sparlast wäre so hoch, dass sie viele überlasten würde.

Vorsorge mittels Geldwerten könnte unnütz sein

Bekommt man es nicht hin, gebührend vorzusorgen, könnte sich der Kapitalaufwand als zwecklos erweisen. Reicht die Vorsorge nicht aus, um den Lebensunterhalt zu finanzieren, muss voraussichtlich Grundsicherung beantragt werden. Und bei der Bemessung der Grundsicherung wird bestehende Vorsorge berücksichtigt. Das heißt, dass man am Schluss nicht mehr Geld zur Verfügung hätte, als wäre keine private Vorsorge vorhanden. Der Konsumverzicht im Verlaufe des Berufslebens wäre durchweg vergeblich. Um eine Vorstellung zu erlangen, um welche Dimensionen es sich bei dieser Vorsorge mit Geldwerten handelt, soll ein Rechenbeispiel mit einem Versorgungsziel von 1.000 Euro heutiger Kaufkraft zur Veranschaulichung dienen.

Benötigtes Guthaben ableiten

Die gefühlte Inflation hängt vom persönlichen Kaufverhalten ab. Die Preise von Produkten und Leistungen steigen nicht in gleichem Maße. Steigt der Preis eines Produktes oder einer Leistung, welche im eigenen Haushalt häufig gekauft wird, beeinflusst es die Inflation stärker als die gleich große Preissteigerung einer Position, die selten gekauft wird. Es kommt also darauf an, die Augen offen zu halten und realistisch zu dokumentieren. Für das Beispiel wird eine durchschnittliche Inflationsrate von 3 Prozent pro Jahr angenommen.

1.000 Euro heutiger Kaufkraft entsprächen bei durchschnittlich 3 Prozent jährlicher Inflation in 40 Jahren 3.262 Euro. Grundregel: Alle 20 Jahre halbiert die Geldentwertung die Kaufkraft, so dass 1.000 Euro in 40 Jahren nur noch 250 Euro heutiger Kaufkraft hätten. Inflationäre Einflüsse auf die Versorgungshöhe nach Rentenbeginn werden hier vereinfachend vernachlässigt.

Um die monatliche Versorgung von 1.000 Euro heutiger Kaufkraft (3.262 Euro in 40 Jahren) sicherzustellen, muss das Kapital so hoch sein, dass erstens, das Kapital trotz Inflation erhalten bleibt und zweitens eine Entnahme so lange ausreicht, bis der Tod eintritt. Letzteres ist selbstverständlich ungewiss. Deshalb sollte man seine Lebenserwartung etwas großzügiger bemessen. Nicht, dass das Geld irgendwann ausgeht! Angenommen, das Geld soll bis Alter 100 reichen.

Renteneintritt ist mit 67. Bis Alter 100 verbleiben 33 Jahre. Die Kapitalsumme müsste also so lange reichen, bis 396 mal 3.262 Euro (33 Jahre = 396 Monate) entnommen wurden.
3.262 Euro x 396 = 1.291.752 Euro.

Aus jetziger Sicht fallen Abgeltungssteuer oder Einkommenssteuer und ggf. Kirchensteuer an. Es werden folglich pauschal 30 Prozent für Steuer berücksichtigt. Da nur der Ertragsanteil versteuert wird und nicht das Investment, sollen in dieser Berechnung nur 20 Prozent Steuer in der Berechnung Berücksichtigung finden, da der Ansparbetrag, den man vom Gesamtbetrag abziehen müsste, ja derzeit noch nicht bekannt ist.
Die Steuer muss also mit erwirtschaftet werden, also addieren wir sie auf den ermittelten Endbetrag auf.
1.291.752 Euro x 120 Prozent = 1.550.102 Euro

Wir liegen jetzt bei über 1.5 Mio. Euro erforderlichen Vermögens, und das nur um eine Versorgung von monatlich 1.000 Euro heutiger Kaufkraft in Zukunft sicherzustellen. Spätestens jetzt sollte klar werden, dass man einen utopisch hohen Ansparbetrag oder aber eine extrem hohe Rendite benötigt, damit dies realistisch erreichbar wird. Ein deutscher Haushalt spart im Schnitt 250 Euro monatlich in langfristige Sparverträge oder in die Altersvorsorge. Und ein Haushalt kann auch aus Familien bestehen, also mindestens 2 Erwachsenen, auf die sie diese 250 Euro dann verteilen würden. Mit 250 Euro monatlich benötigt man eine zweistellige Rendite, um 1.5 Mio. Euro zu erwirtschaften! Und das selbstverständlich über die gesamte Laufzeit gesehen. Spätestens hier dürfte klar werden, dass es auf normale Weise nicht möglich ist, ausreichend vorzusorgen.

Inflationsschutz mit Edelmetallen

Der einzige effektive Weg, Vermögen verlässlich zu sichern, kann nur über Sachwerte machbar sein, die von der Geldentwertung nicht betroffen sind. Edelmetalle etwa, im Besonderen Gold sind ideale Vermögensspeicher und das bereits über Jahrtausende.

Wenn man effektiv vorsorgen möchte, muss man sich Sachwerten zuwenden. Man benötigt wirkliche Wertspeicher, denen die Inflation nichts anhaben kann. Diese Wertspeicher transportieren den Geldwert, der heute investiert wurde, inflationsgeschützt in die Zukunft. Im alten Rom kostete zum Beispiel eine gute Robe eine Unze Gold. Ein Maßanzug kostet heute ebenfalls eine Unze Gold. Das Modell T von Ford kostete im Jahr 1908 850 USD, also 1.300 Gramm Gold. Ein gehobener Mittelklassewagen kostet inzwischen ungefähr 55.000 Euro, somit ungefähr 1.300 Gramm Gold. Mittels solcher Beispiele kann eindrucksvoll aufgezeigt werden, wie verlässlich Gold als Vermögensspeicher verwendet werden kann. Man könnte noch viele weitere Beispiele hierfür finden. Wer z. B. am 14.06.2019 in ein Kilogramm Gold investierte, tauschte 38.432,58 Euro in Gold ein. Und in 40 Jahren wird das eine Kilogramm Gold wieder in jede dann existente Währung zurückgetauscht. Die Inflation ist dabei völlig unwichtig.

Die PIM GOLD GmbH mit Geschäftsführer Mesut Pazarci, aus Heusenstamm nahe der Finanzmetropole Frankfurt am Main bietet den Kauf der physischer Edelmetalle Gold, Silber, Platin und Palladium. Hierdurch können die Chancen unterschiedlicher Edelmetalle kombiniert werden. Die kostengünstige Lagerung im Zollfreilager ermöglicht es den Kunden der PIM, jederzeit ihre Edelmetalle in physischer Form abzuholen und mit nach Hause zu nehmen. Mehr Sicherheit ist nicht möglich.

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