Bausparkassen brauchen Reserven auf

8 Monaten ago Presse Abteilung 0

Das klassische Bausparen wird seit Jahren kritisiert. Zu teuer, zu unflexibel, unprofitabel, das sind nur die zurückhaltendsten Kritikpunkte. Die geringen Zinsen machen den Bausparkassen seit Längerem Sorgen. Die Chancen, entlegen des traditionellen Bauspargeschäftes Profit zu machen, werden permanent geringer. Viele Kassen sind gezwungen, ihre Reserven aufzubrauchen.

Ist das Bausparen noch trendig? Mit dieser Fragestellung beschäftigen sich immer mehr Kunden, die sich mit der zukünftigen Umsetzung eines eigenen Zuhauses auseinandersetzen. Das Argument der niedrigen Zinsen beim Bauspardarlehen zieht heutzutage kaum noch. Klassische Baufinanzierungen gibt es derzeit mit Verzinsungen, von denen die Bausparkassen damals nur phantasieren konnten. Der Pferdefuß beim Bausparen findet sich in der Ansparphase. Möchte man danach einen geringen Darlehenszins erhalten, muss ein ähnlich kleiner Guthabenzins im Verlauf der Ansparphase abgemacht werden. Und das bedeutet, dass während der Ansparphase das Ersparte kaum verzinst, andererseits systematisch inflationiert wird. Das hat zur Folge, dass die Kaufkraft des eingezahlten Geldes während der Ansparphase dahinschwindet. Dazu kommen stattliche Abschlussgebühren, regelmäßige Verwaltungskosten und ein Zwangs-Abo für ein Bausparmagazin, was die Wenigsten interessiert. Und das kann kein Mensch gebrauchen. Resümee: Geldvernichtung pur!

Doch ungeachtet dessen, gibt es recht viele alte Verträge, mit Guthabenverzinsungen von bis zu 4,5 Prozent, die in diesen Tagen, wo man kaum noch Zinsen bekommt, in der Tat ihre Daseinsberechtigung innehaben. Aber solche Verträge versuchen die Bausparkassen abzustoßen. Zu saftig wird es ihnen, ihre geleisteten Zinsversprechen einzulösen. Als Folge bemühen sich die Kassen, dieses unbequeme Altgeschäft wegzukündigen.

Um ihre vertraglichen Leistungen zu erfüllen, haben die Bausparkassen nach Aussagen des Wirtschaftsmagazins ‚Capital‘ (Ausgabe 10/2018, EVT. 20. September) ihren einst ordentlich ausgestatteten Notfallfonds in 2017 um näherungsweise die Hälfte geleert. Aus Auswertungen der Rechenschaftsberichte stellte Capital fest, dass die Fonds zur „bauspartechnischen Absicherung“ im Jahr 2017 von anfangs 1,34 Milliarden Euro auf 637 Millionen Euro geschrumpft sind. Eine Weiterführung dieser Herangehensweise würde den größten Teil der Reserven bis Ende des laufenden Jahres verbrauchen. Anfänglich dienten jene Reserven dazu, die teilweise viel zu langen Zuteilungszeiten abzukürzen. Beginn der 90er Jahre wurden diese Fonds eingerichtet, damit die Bausparkunden schneller ihre Darlehen zugeteilt bekommen. Doch angesichts der Niedrigzinsphase wurde den Bausparkassen im Jahr 2015 erlaubt diese Reserven zum Ausgleich von Verlusten im laufenden Geschäft zu nutzen.

Als Beitrag „zur weiteren Stabilisierung“ des Geschäfts bezeichnet übrigens der Verband der privaten Bausparkassen solche Entnahmen. Schöne Worte für ein kaum zu verharmlosendes Problem, denn wenn die Reserventöpfe erst einmal erschöpft sind, womit kann dann das Geschäft „stabilisiert“ werden? ‚Capital‘ berichtet, dass die Bauspar-Tochter der Versicherungsgesellschaft Debeka ihren Notfall-Fonds mittlerweile komplett aufgebraucht hat und die Debeka sich darauf eingestellt, ihrer Bausparkasse im nächsten Jahr mit Hilfe von einer Finanzspritze zu unterstützen. Bei der BHW Bausparkasse, der Aachener Bausparkasse, der Signal-Iduna Bauspar- und der Deutscher Ring Bausparkasse sieht es auch nicht freundlicher aus. Ihre Reserven sind ebenfalls ganz bzw. fast aufgebraucht. Dabei wurden die Mittel aus den Notfonds verwendet, Erträge aufzubessern oder auch das Eigenkapital zu steigern, um etliche klassische Immobiliendarlehen ausreichen zu dürfen.

Bausparen wenig attraktiv für die Institute?

Selbst bei den Bausparkassen ist das traditionelle Bauspargeschäft eher unbeliebt geworden. Die Bauspardarlehen sind in der Regel viel kleiner und daher entsprechend kostenintensiver als herkömmliche Immobiliendarlehen. Wüstenrot hat beispielsweise zwei Milliarden Euro über Bauspar-Darlehen verliehen, aber 17 Milliarden Euro über sogenannte außerkollektive Darlehen. Mit denen ist schließlich noch Geld zu verdienen, auch wenn die Risiken dieser Darlehen deutlich höher sind.

Was die Politik ermöglichte, wird nun durch Politiker kritisiert. Bundestagsabgeordneter Gerhard Schick von den Grünen kritisierte, dass das Geld aus den Fonds an sich den Bausparern zustehe. Er forderte, dass die Eigentümer der Bausparkassen Verluste kompensieren sollten, statt die Notfallrücklagen aufzulösen. „Bevor die Eigentümer ihren Anteil geleistet haben, ist der Einsatz dieser Gelder der Kunden aus meiner Sicht nicht gerechtfertigt“, erklärte Schick. Es darf gefragt werden, was die Politik erwartet hat, als sie den Bausparkassen 2015 die anderweitige Nutzung jener Reserven erlaubte. Im Endeffekt wäre diese Entscheidung überhaupt nicht erforderlich gewesen, befände sich die Branche nicht damals schon vor kaum regelbaren Problemen.

Insgesamt muss festgehalten werden, dass das Bausparkassenprinzip keineswegs nur bei den Kunden an Attraktivität einbüßte, auch die Bausparkassen selber wenden sich viel lieber anderen Geschäften zu. Eine klare Absage für den Bausparvertrag.

Geldwertangebote auf absteigendem Ast

Nach den Lebensversicherern stehen offenbar nun auch die Anbieter für Bausparverträge zunehmend im Fokus der Kritiker. Die Konzepte für das Bausparen, die Lebensversicherung & Co. aus der Vergangenheit drohen im Verlauf der nun seit Jahren anhaltenden Niedrigzinsphase des Schuldgeldsystems zu versagen. Die Lebensversicherer beginnen, ihre unrentablen Kundenbestände an Run-off-Gesellschaften abzustoßen, die Bausparkassen bedienen sich Ihrer Reserven, die Menschen müssen umdenken. Die bisherigen Glaubenssätze, dass das Geld bei Bank, Bausparkasse und Lebensversicherung ungefährdet sei, sind Relikte aus der Zeit, als die Anbieter noch aus dem Vollen schöpfen konnten. Zusätzlich sind die existierenden Sicherungssysteme nicht ansatzweise genügend, um das Geld der Sparer zu schützen. So sind beispielsweise Vermögen bei den Bausparkassen nur bis 100.000 Euro abgesichert. Der Einlagensicherungsfonds der Deutschen steht auf wackligen Füßen, denn die EU plant, Risiken von Instituten anderer Länder aufzufangen. Zwar setzt sich Deutschland noch engagiert zu Wehr, doch die Historie hat eindrucksvoll gezeigt, dass Deutschland als stärkster Zahler in der EU dem Druck nur eine gewisse Zeitspanne standhalten kann. Politik scheint immer wichtiger als das Geld der Sparer und deren Interessen stehen bereits heute nach den Interessen der Anbieter an. Unabhängig davon, sind die Mittel der bestehenden Sicherungsfonds im Ernstfall keineswegs hinreichend. Die Frage ist, wie lange der Einzelne ausharren möchte. Ist es de facto angemessen, sich darauf zu verlassen, dass andere die Spareinlagen schützen oder ist es vielleicht an der Zeit, den Vermögensschutz selbst in die Hand zu nehmen? Selbige Frage muss sich der Einzelne eigenständig beantworten.

Edelmetalle, allgegenwärtiger Vermögensschutz

Eine Unze ist eine Unze, heißt es im Volksmund. Hinter jener Äußerung steckt eine unumstößliche Maxime, nämlich die, dass man für eine Unze Gold jederzeit und überall etwas erstehen konnte und kann. 1923 konnte man für eine Unze Gold einen Maßanzug im Wert von 20 US-Dollar zu beziehen. Heute, im Jahr 2018 ist kein Maßanzug für 20 Dollar erhältlich, für die Unze Gold dagegen schon, denn die ist heute rund 1.200 Dollar wert.

Als Privatanleger ist daraus einfach abzuleiten, dass es sich bei einer Anlage in das gelbe Metall um eine sinnvolle Gestaltungsoption zur Vermögenssicherung handelt. Im Edelmetallsektor gibt es derzeit Kaufempfehlungen. Der Anbruch langfristiger Haussen ist bereits überfällig, was sichtlich für die Edelmetalle spricht. Bereits lange ist es im Verständnis der Anleger angekommen, dass es sinnvoll ist, ein Edelmetallportfolio aufzubauen und zu streuen. Edelmetalle erfreuen sich aktuell maximaler Akzeptanz.

Die PIM Gold und Scheideanstalt GmbH mit Geschäftsführer Mesut Pazarci, aus Heusenstamm nahe der Finanzmetropole Frankfurt am Main ist in der Lage diesem Wunsch das richtige Angebot entgegenbringen. Diese Vorsorge sichert das Vermögen langfristig vor möglichen Finanzturbulenzen.

Quelle: capital.de

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